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Dienstag, 01. Oktober 2013 / Der Kopffüssler

Kluge Wirbellose


Wirbellose Tiere (also primär Insekten) machen einen Hauptteil der Versuchstiere aus. Sie werden statistisch aber nicht erfasst, da diese Tiere in der Tierschutzverordnung nicht explizit erwähnt werden. Zwei Ausnahmen gibt es jedoch: Kopffüsser und Panzerkrebse.

Die Klasse der Kopffüsser (Cephalopoda) zählt etwa 800 Arten. In der Öffentlichkeit bekannt sind sie als Tintenfische, obwohl diese nur eine Unterklasse darstellen. Kopffüsser verfügen über ein hochentwickeltes Gehirn und gelten als die intelligentesten wirbellosen Tiere. Die Erfassung ihrer Intelligenz ist immer wieder Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen.

Der Grund, warum Kopffüsser der Tierschutzgesetzgebung unterstellt sind, ist bei ihrer Empfindungsfähigkeit zu suchen. Wird wirbellosen Tieren in der Regel ein bewusstes Schmerzempfinden abgesprochen, haben Untersuchungen bei den Cephalopoden schmerz-induzierte Fluchtreaktionen und anschliessendes Meideverhalten aufgezeigt.

So machen diese faszinierenden Eigenschaften die Kopffüsser immer wieder zum Gegenstand von Tierversuchen. 756 Wirbellose (Kopffüsser und Panzerkrebse) wurden 2012 Tierversuchen im Schweregrad 1 (leichte, kurzfristige Schmerzen oder Schäden) ausgesetzt.