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Dienstag, 01. November 2011 / Das Kaninchen

Entbehrliches Opfer der Medikamentenprüfung


Im Jahr 2010 wurden in der Schweiz 7 913 Kaninchen als Versuchstiere eingesetzt, knapp die Hälfte davon in der Industrie. Hier werden sie z.B. bei der Sicherheitsprüfung von Medikamenten eingesetzt – einer der wichtigsten ist der sogenannte Pyrogentest. Bei der Herstellung von Medikamenten kann es zu Verunreinigungen kommen, die sich später am Patienten ungünstig und in sehr seltenen Fällen auch lebensbedrohlich auswirken können. Um dies zu verhindern, bekommen die Kaninchen eine Probe des betreffenden Medikamentes in die Ohrvene gespritzt und die Reaktion des Tieres über drei Stunden beobachtet. Dazu bekommen die Kaninchen ein Thermometer eingeführt und werden rigoros fixiert – für das Fluchttier Kaninchen sicher sehr belastend. Da alle Medikamente, die gespritzt werden, so getestet werden müssen, ist der Bedarf an Kaninchen gewaltig: geschätzte 200 000 pro Jahr allein in Europa. Seit 2010 existiert eine validierte Alternativmethode – der IPT (In vitro Pyrogentest).