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Dienstag, 17. Oktober 2017 / Die Katze

Sensible Samtpfoten


2016 wurden in der Schweiz insgesamt 411 Tierversuche mit Katzen gemacht, ein Grossteil davon in der Grundlagenforschung und der Krankheitsdiagnostik . Es handelt sich bei den Versuchen primär um Versuche des Schweregrades 0 oder 1. Katzen und Menschen unterscheiden sich jedoch grundlegend in Körperbau, Stoffwechsel und Lebensweise (Katzen sind nacht- bzw. dämmerungsaktiv). So reagieren Katzen auf Testsubstanzen oft ganz anders als der Mensch. Morphium bspw., welches bei vielen Lebewesen (auch dem Menschen)  beruhigend wirkt, hat bei Katzen den gegenteiligen Effekt. Daher macht es keinen Sinn, für den Menschen bestimmte Medikamente an Katzen zu testen. Um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten muss eine Forschung etabliert werden, die sich am Menschen orientiert. So können bspw. mit Hilfe von Multi-Organchips Organe im Miniformat nachgestellt werden, um relevante Aussagen zu erzielen. Viele Versuche mit Katzen geschehen im Bereich der Grundlagenforschung, also primär zur Befriedigung  wissenschaftlicher Neugier. Dabei werden besonders häufig neurophysiologische Versuche durchgeführt.