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Mittwoch, 01. Oktober 2014 / Der Zebrafisch

Masse mit Klasse


2013 wurden in der Schweiz insgesamt 18 435 Fische in Tierversuchen eingesetzt. Das sind zwar knapp 6000 Tiere weniger als 2012 (minus 24,4 Prozent), trotzdem stellen die Fische die viertgrösste Gruppe an Versuchstieren (nach Mäusen, Ratten und Vögeln). Der «Star» unter den Wechselwarmen ist der Zebrabärbling, auch Zebrafisch genannt. Das maximal 5 cm grosse Tier hat sich (lautlos, wie Fische nun einmal so sind) zu einer Modelltierart in der Grundlagenforschung entwickelt.

Er ist robust, klein und er lässt sich gut züchten, was diese Tiere zu idealen Modellorganismen macht. So untersucht beispielsweise eine Forschergruppe am Europäischen Zebrafisch-Ressourcenzentrum die Gene an diesen Fischen, um Rückschlüsse auf Krankheiten wie Krebs ziehen zu können.

Ebenfalls auf den Zebrafisch setzt die Eidgenössische Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (EAWAG), um die Toxizität von Chemikalien testen. Das Ziel der Forscher ist es aber hier, den Test am erwachsenen Fisch durch Fischzell-Linien zu ersetzen.

Die grosse Problematik bei Tierversuchen mit Fischen ist, dass das verursachte Leid für uns so wenig greifbar ist: Fische können Schmerzen nicht zum Ausdruck bringen wie beispielsweise Hunde. Die Leidensfähigkeit von Fischen ist aber mittlerweile wissenschaftlich belegt.