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Montag, 01. Oktober 2012 / Der Zebrafink

Bunte Prachtfinken


Sie leben in Australien und sind an ihre trockene Umwelt blendend angepasst: Erwachsene Vögel brauchen monatelang kein Wasser. Eine zuverlässige Quelle brauchen sie nur, wenn sie Junge haben. Das bedeutet: Sowie es geregnet hat, ist Eile geboten, bevor das kostbare Nass wieder versickert oder verdunstet ist. In mühsamer, aber stets gemeinsamer Arbeit wird, bei 40 Grad im Schatten, ein kunstvolles Nest für die nur 15 mm kleinen Eier gebaut. Nach 2 Wochen schlüpfen die Jungen bereits, und nach wiederum 18 Tagen sind sie schon flügge. Ihre geringen Ansprüche und ihre rasche Vermehrung machen sie als Versuchstiere recht beliebt. Genaue Zahlen gibt es nicht, da sie unter die einigermassen nichtssagende Rubrik «andere Vögel» fallen; aber die hübschen Finken werden u. a. in der Umwelttoxikologie oder bei Studien zum Zugverhalten eingesetzt. Wer jetzt korrekt einwendet, Zebrafinken seien doch gar keine Zugvögel, dem sei gesagt: Sie werden in solchen Studien als Negativkontrolle eingesetzt. Wir von Animalfree Research staunen, welcher Erfindungsreichtum den Forschern eigen ist. Würde doch diese Kreativität der konsequenten Suche nach tierfreien Methoden gewidmet!