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Samstag, 01. November 2008 / Der Makake

Wie sich Makaken verständigen


Makaken sind sehr soziale Wesen. Sie leben in Gruppen von 10 bis über 100 Mitgliedern zusammen. Neben der gegenseitigen Fellpflege dient eine Vielzahl von Lauten der Kommunikation.

Makaken verständigen sich untereinander mit einer Reihe von Lauten, die vereinfacht in fünf Bereiche aufgeteilt werden können: friedlich-besänftigend, defensiv, aggressiv, Brunst- und Kleinkindlaute. Kleinkindlaute? Rhesusaffen benutzen wie Menschen eine Art Babysprache: Sie machen damit auf sich aufmerksam und signalisieren den Muttertieren, dass von ihnen keine Gefahr droht. Zudem haben die weiblichen Rhesusaffen eine spezielle Art, mit ihrem Nachwuchs zu kommunizieren.

Forscher haben gezeigt, dass es bei Affen auch unterschiedliche Dialekte gibt. Laut dem japanischen Verhaltensforscher Nobuo Masataka von der Universität Kyoto seien die Unterschiede zwischen dem Schnattern der Affen wie Dialekte bei Menschen.

Neben Lauten kommunizieren die Tiere auch sehr vielfältig mittels Gesichtsausdrücken, etwa dem Spitzen oder Anlegen der Ohren, dem Heben der Augenbrauen und dem Öffnen des Mundes. Auch Körperbewegungen dienen der Verständigung, etwa wenn die Männchen sich kurz vor der Paarungszeit heftig schütteln oder herumhüpfen.