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Freitag, 07. April 2017 / Forschungsinitiative für Alternativmethoden

Animalfree Research lanciert beispiellose Forschungsinitiative für Alternativmethoden

Die Erforschung von Alternativmethoden fristet zurzeit ein Schattendasein in der Schweiz. Obwohl der Schweizer Nationalfonds über eine 1 Milliarde CHF jährlich in die Forschung steckt, werden von offizieller Seite so gut wie keine Mittel für die Entwicklung von Alternativmethoden gesprochen. Für die Stiftung Animalfree Research ein unhaltbarer Zustand. Daher lanciert sie ein Projektfond in Höhe von 100´000 CHF für die Jahre 2018/2019. Für eine komplett auf Spenden angewiesene Organisation stellt dies ein Novum in der Schweiz dar.


Mit der Lancierung dieser Forschungsinitiative will Animalfree Research zwei Ziele erreichen. Erstens lässt sich mit Alternativmethoden der Stiftungszweck eins zu eins umsetzen. Alternative Verfahren, welche gleichwertige oder in der Regel sogar bessere Daten liefern als überholte Tierversuche sind jede Investition wert. Zweitens soll aufgezeigt werden, dass eine solche Investition in Alternativen für den Forschungsstandort Schweiz eine grosse Chance bieten kann. Ein Umdenken bei den Entscheidungsträgern bewirkt, dass die Alternativmethoden endlich ihr Schattendasein beenden und in den Fokus treten können. Angesichts der Ungewissheit betreffend dem geplanten Kompetenzzentrum des Bundes, braucht es diese positive Grundstimmung.

 

Die Auswahl der Projekte für die Forschungsinitiative für Alternativmethoden (call for project proposals) ist in zwei Stufen aufgeteilt. Bis Ende Juni haben Forscherinnen und Forscher Zeit, eine Projektskizze einzureichen. Nach einer ersten Vorauswahl durch Animalfree Research, werden die vielversprechendsten Vorhaben eingeladen bis Ende Oktober einen detaillierten Projektbeschrieb auszuarbeiten. Die Entscheidung, welche Projekte mit insgesamt 100´000 CHF unterstützt werden sollen, wird am 8. Dezember 2017 getroffen. Im Zeitraum 2018/2019 sollen die Projekte realisiert werden. Unterstützt werden Projekte die in der Schweiz lokalisiert sind.

 

Der Aufruf wurde an einer gemeinsamen Veranstaltung von Animalfree Research und der ZHAW in Wädenswil am 7. April gestartet. Vor den versammelten Forschenden und Entscheidungsträgern merkte die Co-Präsidentin der Stiftung, Silvia Frey an, dass nur im Zusammenspiel von Tierschutz, Hochschulen, Industrie und Staat eine wirklicher Schritt nach vorne gemacht werden kann: «Nur so lässt sich die Vision von Animalfree Research, die seit über 40 Jahre von vielen Unterstützerinnen und Unterstützern getragen wird, realisieren: eine Forschung ohne Tierversuche.»

 

weitere Informationen Dr. Stefanie Schindler / Stefan Kunz, Co-Geschäftsleitung Stiftung Animalfree Research, Postgasse 15-21, Postfach 817, 3000 Bern 8 M 077 431 46 41, T 044 422 70 70, kunz@animalfree-research.org