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Freitag, 12. Februar 2016 / 40 Jahre Animalfree Research

40 Jahre Animalfree Research

1959 veröffentlichten die beiden britischen Wissenschaftler Russell und Burch das Prinzip der „3R“- in letzter Konsequenz die Vision einer Welt ohne Tierversuche. Diese Vision ist seit nunmehr 40 Jahren die Basis der täglichen Arbeit von Animalfree Research.


Es begann im Anfang 1976 mit 5´000 Franken Kapital, zwei engagierten Gründerinnen und viel ehrenamtlicher Arbeit als „Fonds für versuchstierfreie Forschung“. Alternativmethoden zu Tierversuchen steckten damals in den Kinderschuhen, und das 3R-Konzept als Ausweg aus der Methodik der Tierversuche war in der Schweiz so gut wie unbekannt. Zu leisten war damals wirkliche Pionierarbeit.

 

Von Beginn an war die Stiftung ausschliesslich von privaten Spenden finanziert. Auf diese Weise sind wir bis heute unabhängig von Partikularinteressen und können, wissenschaftlich fundiert, die relevanten Bereiche identifizieren und gezielt fördern. Forschungsprojekte, Workshops, wissenschaftliche Übersichtsarbeiten, Einsitz in Fachgremien, Aus- und Weiterbildung von Forschenden, und vieles mehr: Wo immer unsere Stiftung sich nutzbringend für die Interessen der Versuchstiere einsetzen konnte, tat und tut sie das. Auch, und mit der Zeit immer weiter zunehmend, auf internationalem Parkett. Unter anderem aus diesem Grund erfolgte 2007 die Umbenennung in Animalfree Research. Dieser Name ist uns bis heute Programm.

 

Gut vernetzt, moderat, dialogorientiert und pragmatisch haben wir in 40 Jahren viel für das Wohlergehen und die Würde der Versuchstiere erreicht. Nicht gegen die Forschenden, sondern in Zusammenarbeit mit ihnen. Auch wenn wir mit Versuchsvorhaben nicht einverstanden waren, haben wir niemals den Weg persönlicher Angriffe beschritten – dies kommt für uns nicht in Frage. Unsere Gönnerinnen und Gönner, sowie unser grosses professionelles Netzwerk, danken uns diese Arbeit bis heute mit ihrer treuen Unterstützung.

 

Viel wurde erreicht, viel gibt es noch zu tun. Das Thema genetisch veränderte Tiere wird uns noch lange beschäftigen. Ebenso das fötale Kälberserum, das für Zellkulturen nach wie vor benötigt wird, aber ethisch und wissenschaftlich nicht akzeptabel ist, muss dringend angegangen werden. Die Stiftung Animalfree Research wird auch nach ihrem vierzigsten Geburtstag nicht nachlassen, ihre Vision und die ihrer vielen Unterstützer weiter zu verwirklichen: eine Forschung ohne Tierversuche.