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Donnerstag, 01. Januar 2009 /

Neuartige Methode zur Schmerzerkennung beim Kaninchen


Projekttitel:

Neuartige Methode zur Schmerzerkennung beim Kaninchen

 

Projektnehmer:

Matthew C. Leach

 

Unterstützungsbeitrag:

 

Projektinhalt:

Verhaltensbeobachtungen beim Tier sind ein gut etabliertes Mittel zur Schmerzerkennung beim Labortier. Schmerz kann nach operativen oder anderen invasiven Eingriffen auftreten, aber auch als Nebeneffekt einer Behandlung. Durch intensive Beobachtung der Tiere über einen gewissen Zeitraum können erfahrene und geübte Ethologen Anzeichen von Schmerz bei Maus, Ratte und Kaninchen erkennen. Tiere drücken Schmerzen auf unterschiedliche Art aus, wie bspw. verminderte oder erhöhte Aktivität, abnormale Haltung (aufgekrümmter Rücken, Erstarrung), vermindertes Putzverhalten, Gewichtsverlust uvm.  Erfolgreiche Schmerzerkennung beinhaltet die Kenntnis der zu erwartenden Verhaltensweisen und die Beobachtung der korrekten Körperregionen über einen ausreichend langen Zeitraum. Um zu überprüfen, ob menschliche Beobachter dies in ausreichendem Umfang leisten, finanzierte Animalfree Research eine Studie, die aufzeigen sollte wie Beobachter Kaninchen fokussieren, welche Kriterien sie anwenden und wie erfolgreich sie dabei sind.

Als direkte Konsequenz dieser Studie können Beobachter nun gezielt geschult werden, Schmerz bei Kaninchen genauer zu erkennen und effektiver zu bekämpfen.

Zeitraum:

2009 - 2010

 

Publikationen:

Leach M. C. et al. (2011): Are We Looking in the Wrong Place? Implication for Behavioural-Based Pain Assessment in Rabbits (Oryctolagus cuniculi) and Beyond. Plos One 6: e13347. 

Updates:

Gemäss Matthew Leach wurde die Methodik von weiteren Arbeitsgruppen übernommen. Geschätzt über 300 Personen wurden anhand der Erkenntnisse der Studie geschult. Die Methodik wird momentan weiter optimiert, weitere Publikationen sind in Vorbereitung.

Schlüsselbegriffe: