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4. Forum

Im Labyrinth der Datenbanken:

Wie kann die Literaturrecherche zu Alternativmethoden zum Tierversuch effizient und nachhaltig verbessert werden?

Donnerstag, 11. September 2014, 14:00 – 17:15 Uhr
Wirtschaft Neumarkt, Neumarkt 5, 8001 Zürich

Inhalt

Um Tierversuche durchführen zu dürfen, bedarf es der Bewilligung durch die zuständige Behörde. Im erforderlichen Formular wird unter der Ziffer 61 abgefragt, ob für das geplante Versuchsvorhaben auch Alternativmethoden existieren, die keine oder weniger Tiere benötigen bzw. eine geringere Belastung garantieren. Sollte dies der Fall sein, muss laut Gesetz diese Methode angewandt werden. Die Beweislast, dass der Tierversuch tatsächlich zwingend ist, weil keine anderen Möglichkeiten bestehen, liegt beim Gesuchsteller.

Um diese Frage zufrieden stellend beantworten zu können, ist daher eine gründliche und effektive Literaturrecherche unabdingbare Voraussetzung.

 

Alternativmethoden zum Tierversuch werden mit grossem Aufwand und viel Engagement entwickelt und in wissenschaftlichen Journalen veröffentlicht. Organisationen wie beispielsweise Animalfree Research, die solche Arbeiten finanziell unterstützen, haben eine solche Publikation von Beginn an zur Bedingung für die Förderung gemacht, mit dem Ziel, die Verbreitung und die jederzeitige Wiederauffindbarkeit zu gewährleisten. 

Bedauerlicherweise stösst letzteres jedoch in der Praxis auf erhebliche Schwierigkeiten, was u.a. den erfolgreichen Vollzug der Ziffer 61 in Frage stellt. 

 

Am diesjährigen Forum von Animalfree Research wird dieses zentrale Thema auf verschiedenen Ebenen aufgegriffen. Die Problematik ist höchst interdisziplinär und betrifft bei weitem nicht nur Aspekte des Tierschutzes. Das Ziel ist es, Fachleute und Interessierte bei diesem Anlass zusammenzubringen, um einerseits die bestehende Problematik aufzuzeigen, aber auch Lösungsansätze vorzuschlagen bzw. gemeinsam zu erarbeiten. 

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Programm

Begrüssung

Claudia Mertens, Präsidentin Animalfree Research

 

Die Ziffer 61: Wie wird sie ausgefüllt und wo liegen hier die Schwierigkeiten?

Dr. Walter Dieterich, Tierversuchskommission Fribourg

 

Die Suche nach einer Alternativmethode. Ein kurzer persönlicher Erfahrungsbericht

Dr. Stefanie Schindler, Leitung Bildung, Beratung, Forschung bei Animalfree Research

 

Die Vor- und Nachteile von „Open access”

Dr. Sonja von Aulock, editor-in-chief der Zeitschrift ALTEX (Alternativen zu Tierexperimenten)

 

Bessere Ausbildung der Forschenden, besserer Zugang zu 3R-Information: Was ist zu tun?

Sylvie Vullioud-Marcacci, Ecole Polytechnique Féderal Lausanne (EPFL) (Dieser Vortrag wird in englischer Sprache präsentiert.)

 

Podiumsdiskussion

Dr. Walter Dieterich; Dr. Stefanie Schindler; Dr. Sonja von Aulock; Sylvie Vullioud

 

Schlusswort

Felix Wirz, Geschäftsleiter, Animalfree Research

 

Moderation

Moderation der Tagung und Podiumsdiskussion: Dr. h.c. Beat Glogger

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Flyer zum Download: