1980 - 1989
Studien:
- Alternativmethoden zum Tierversuch in der Toxikologie von S. Stöcklin.
- Die Frage der ethischen Zulässigkeit oder Unzulässigkeit von Tierversuchen in der Grundlagenforschung von G. M. Teutsch, Bayreuth.
- Sensorische Nervenzellen in Kultur, biochemische Mechanismen der Schmerzbekämpfung von U. Otten, Biozentrum Basel. Mit Hilfe eine Zellkultursystems aus den Nerven neugeborener Ratten wurde es möglich, die Wirkung von Schmerzmitteln ohne Tierversuche zu prüfen.
Anstoss und Mithilfe bei der Gründung des Schweizer Instituts für Alternativen zu Tierversuchen (SIAT).
Mitbegründung der Stiftung Forschung 3R in Bern.
Dissertation "Die Schmerzbekämpfung im Tierversuch" von P. Kistler, ETHZ.
Zuschuss für FRAME (Fund for the Replacement of Animals in Medical Experiments) bei der Herausgabe von ATLA (Alternatives to Laboratory Animals
Informationssymposium für Studenten an der Universität Basel über Alternativmethoden
Entwicklung des "PharmaTutor" von D. Keller, Institut für Pharmakologie der Universität Zürich. PharmaTutor entwickelte sich zum weltweit meistverwendeten Simulationsprogramm für den Unterricht. Mit diesem Simulationsprogramm können verschiedene Tierversuche, die früher zu Ausbildungszwecken durchgeführt wurden, am Computer simuliert werden.
Forschungsprojekt "Antiepileptika-Entwicklung mit Hilfe von Hirnschnitten in vitro" von H. Haas, Neurochirurgische Klinik, Universitätsspital Zürich. Die sehr belastenden Versuche an Ratten zur Entwicklung von Epilepsie-Medikamenten konnten in dünnen Schnitten von Rattengehirnen durchgeführt werden. Mit dem Hirn einer zuvor schmerzlos getöteten, unbehandelten Ratte können die qualvollen Versuche an 30-40 Ratten ersetzt werden. Diese Hirnschnitt-Technik ist mittlerweile sehr weit verbreitet. Haas führte mit Unterstützung einer deutschen Stiftung in Düsseldorf seine Untersuchungen fort und vermittelt diese Kenntnisse seither in speziellen Kursen.
Doktorarbeit "Die Interaktion des Neurohypophysenhormons Oxytocin mit myometrialen Zellen des Schafs" von H. Kohlhauf Albertin, ETH Zürich. Die Wirkung von Hormonpräparaten erfolgt meist an Gebärmutterpräparaten, für die eigens Ratten getötet werden. Mit dieser Arbeit wurde nachgewiesen, dass man die gleichen Ergebnisse auch mit Gebärmuttergewebe aus dem Schlachthof erzielen kann.
Förderpreis für die Studie "Alternativmethoden zu Tierversuchen für die Untersuchung der Wirkung von Antibiotika" von J. Blaser, Med. Poliklinik der Universität Zürich. Als Alternative zur Bestimmung der Dosis-Wirkungs-Beziehung an Versuchstieren wurden Tests mit Bakterienkulturen entwickelt, mit denen die Situation beim Menschen nach der Verabreichung von Antibiotika simuliert werden konnte.
ERGATT-Meeting in Zürich (European Research Group for Alternatives to Animal Testing, koordiniert europaweit die Anstrengungen zur Vermeidung von Tierversuchen). Der FFVFF hat massgeblich zur Gründung dieser international arbeitenden Arbeitsgruppe beigetragen.
